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GemeindeBLOG - Allgemein

Wenn ein Arzt..

von einem Wunder spricht...

Kerstin - von Beruf Krankenschwester -  berichtet von Gottes Eingreifen im Leben ihrer Tochter:

Die Geschichte handelt von unserer Tochter. Sie ist heute 16 Jahre alt.
Leider kam sie krank auf die Welt.
Eigentlich hatte ich gedacht, ich gehe ins Krankenhaus, bekomme dort mein Kind, und gehe als glücklichste Mutter der Welt wieder nach Hause.
Doch es kam ganz anders. Bei der U2 am dritten Lebenstag stellten die Ärzte bei Anna einen angeborenen Herzfehler fest. ( Sie hatte 3 Löcher im Herz und eine Enge in dem Gefäß, das zur Lunge geht)
Dann ging alles ganz schnell. Anna wurde verlegt.
Man schaut durch eine Glasscheibe und sieht, wie sich Ärzte um deine Tochter kümmern.
Ich selbst wurde in die Gepflogenheiten der Station eingewiesen.
- hier muss man klingeln, wenn ich meine Tochter besuchen will
- da muss man sich umziehen, wenn ich zu meiner Tochter möchte......
Irgendwann haben es Jochen und ich nicht mehr ausgehalten und wir haben fluchtartig das Krankenhaus verlassen. Es war ein schöner Sommertag. Ich weiß noch wie heute, wie wir nach Hause gefahren sind, dann im Wohnzimmer die Rolläden herunter gemacht haben.
Wir wollten einfach niemanden sehen, mit niemandem sprechen, einfach nur weinen, und den Schock verdauen.
Irgendwann hat sich Jochen dann ans Klavier gesetzt und Lobpreis gemacht, und wir haben gemeinsam für unsere Anna gebetet, daß Gott sie wieder gesund macht.
Viele Gebete folgten, nicht nur von uns, sondern auch von Freunden und dieser Gemeinde. Als Anna ca 6 Jahre alt war, ist das Unfassbare passiert.
Wir wurden mittlerweile von der Uni Heidelberg betreut, da man nie genau wusste, wann bei Anna das System Herz kippt und man sie operieren muss. Wir waren zu einer Kontrolle in Heidelberg, als der untersuchende Arzt bei seinem Herzultraschall auffällig viele Bilder ausdruckte.
Er hat sie dann mitgenommen und den Raum verlassen. Uns ist natürlich schon das Herz in die Hose gerutscht. Nach ein paar Minuten kam er wieder und sagte, er hätte die Bilder seinem Oberarzt gezeigt, und was er jetzt sage, das sage er normalerweise nie. Ich werde seine Worte nie vergessen.
Er sagte: "Es ist ein Wunder geschehen, alle Löcher haben sich spontan verschlossen, und die Stenose in dem Gefäß zur Lunge wird besser, statt schlechter." Wow, uns fehlten die Worte. Und wenn ein Kinderkardiologe von einem Wunder spricht, dann muss es Eines sein. Eines habe ich aus dieser Geschichte gelernt:  Gott verspricht in seinem Wort, dass wenn wir für Kranke beten, daß Gott sie heilt. Manchmal geschieht das sofort, und das ist toll, doch manchmal dauert es auch mal ein bißchen länger.

 

Kerstin